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Logo der Praxis von Dr. med. Ulrich Göhmann, Facharzt für Orthopädie - Kinderorthopädie

Säuglinge und Kleinkinder

Einen Schwerpunkt der Praxis bildet die manualmedizinische Entwicklungsdiagnostik der neuroorthopädischen/sensomotorischen Systeme auch im Rahmen der sogen. „KISS“ Problematik (s. Praxis und s.u.) sowie die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüftgelenke und Behandlung von Hüftgelenksfehlbildungen.

 

Gerade im Alter von 4 - 16 Wochen finden sich bei genauem Untersuchen oft Auffälligkeiten wie massive Einseitigkeit zum Teil mit Kopfasymmetrien, starkes Überstrecken, Stillprobleme und auch sogen. Schreikinder/„3.Monatskoliken“.

 

Es bietet sich die Möglichkeit der Unterscheidung von unbedenklichen Entwicklungsdefiziten zu krankhaften und ggf. behandlungsbedürftigen Situationen wie insbesondere z. B. cerebrale Erkrankungen („Spastiker“) oder andere schwere sensomotorische Probleme.

 

Die Beurteilung der Füße kommt hinzu und später der Beinachsen und des Gangbildes. Auch die Beratung der Eltern bei vielen Fragen zur Belastbarkeit des kindlichen Organismus mit Sport und Schule, betr. Schuhe und vorbeugende  Maßnahmen steht an.

 

In Zusammenarbeit mit den betreuenden Kinderärzt/innen können auch umfassende Erkrankungen effektiv betreut werden.

 

 

Baby mit KISS-Syndrom

Baby mit KISS-Syndrom 

 

„KISS Kinder“

 

 

Der Begriff KISS steht für Kopfgelenk-Induzierte Symmetrie-Störung. Es handelt sich hierbei nicht um eine universitäts-wissenschaftliche Diagnose, weil keine doppelblind randomisierten, placebokontrollierte Studien vorliegen -  s. Praxis.

Er macht auf Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Fehlfunktionen insbesondere am oberen Wirbelsäulenpol (Kopfgelenke) sowie der Entstehung von Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter aufmerksam.

Wenn daraus Entwicklungsstörungen resultieren, können sie vielschichtig sein und sind für sich allein genommen noch nicht typisch für eine KISS-Symptomatik. Erst die Kombination von derartigen Auffälligkeiten lässt daran denken. Daher sollten betroffene Säuglinge und Kleinkinder immer beim Kinderarzt vorgestellt und diesbezüglich untersucht werden.

Viele Säuglinge reagieren mit Haltungsauffälligkeiten. Einige liegen wie ein "C" im Bettchen und schauen vermehrt in eine Richtung. Dadurch kommt es ggf. zu einer asymmetrischen Schädelform. Manchmal kann man eine gewisse Asymmetrie des Gesichtes erkennen (eine Gesichtshälfte erscheint kleiner) = KISS I. Andere strecken sich nach hinten durch ("Flitzebogenhaltung"), um der Einschränkung beim Drehen auszuweichen (KISS II) und reiben dadurch die Haare am Hinterkopf etwas ab ("KISS-Fleck").

Manche Säuglinge weisen kombinierte Haltungsstörungen auf (z.B. Kopf einseitig gedreht und überstreckt), meist ist aber eine Komponente führend.

Durch Fehlhaltungen können auch motorische Auffälligkeiten entstehen: das Kind durchläuft die Meilensteine der Säuglingsentwicklung verspätet oder in weniger optimalen Mustern. Manche Kinder überspringen entsprechende Stadien sogar oder ersetzen beispielsweise das Krabbeln durch "Po-Rutschen".

Ähnliche Entwicklungsauffälligkeiten können isoliert aber auch als Variante der Norm auftreten.

Oft bestehen sogenannte vegetative Symptome in unterschiedlichster Form. So berichten zahlreiche Eltern über abendliche Schreiattacken ihrer Kinder, andere Säuglinge spucken vermehrt, sabbern viel oder es treten Stillprobleme auf. Einige schlafen schlecht und machen selbst nach dem ersten Geburtstag die Nacht zum Tag. Manche Babys sind wiederum ganz "brave" Kinder und fallen nur auf, weil sie "bewegungsfaul" sind und motorische Entwicklungsrückstände bestehen.

 

 

Das Konzept der Kopfgelenk-Induzierten Symmetriestörung soll auf den Zusammenhang von Wirbelsäulenfehlfunktionen und Abweichungen von der normalen Säuglings- und Kleinkindentwicklung hinweisen. Meines Erachtens werden derartige Zusammenhänge immer noch unterschätzt. Wenn im Einzelfall ein solches Phänomen nachgewiesen werden kann, bietet die Manuelle Therapie nach meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung eine einfache und risikoarme Behandlungsmöglichkeit - deren Erfolg ist aber leider noch nicht durch streng wissenschaftliche, doppelblind randomisierte Studien belegt.